Little’s Law verstehen – Ein Anfang

Sehr interessanter Beitrag.

Klaus: Die eigentliche Formel zu Little’s Law lautet L = λ×W, aber wir verwenden DLZ=WIP/DS (DLZ: Durchlaufzeit; DS: Durchsatz). Worin liegt der Unterschied bzw. was sind die Konsequenzen daraus?

Dan: Eigentlich sind beide Formeln legitime Definitionen von Little’s Law, wenn man davon ausgeht, dass die Beziehung von Durchschnittswerten betrachtet wird. Der Unterschied liegt in der Perspektive: L = λ×W betrachtet den Prozess aus der Sicht der Ankünfte im System. DLZ=WIP/DS beleuchtet den Prozess hingegen aus der Sicht der Abflüge. Obwohl beide Formeln Little’s Law repräsentieren, macht der Wechsel der Perspektive den großen Unterschied. Wie ich bereits gesagt habe, gibt es zwei Seiten: die Gleichung und die Annahmen hinter der Gleichung. Die Annahmen hinter DLZ=WIP/DS sind andere als bei L = λ×W. Das ist wichtig zu wissen, denn wie ich gesagt habe, versteht man Little’s Law nur, wenn man die Annahmen dahinter versteht. Zuerst muss man sich darüber im Klaren sein, ob man sich mehr um die Ankünfte oder um die Abflüge kümmern will, denn diese Perspektive hat Einfluss auf alle Policies, die man für Vorhersagen heranzieht.

Source: “Little’s Law und Systemstabilität: Ein Interview mit Daniel Vacanti”

This blog is a digital memory for me. I store nuggets of information, ideas and resources on these pages so that I can access and share them easily at any time, from everywhere. I always felt a strong passion for continuous improvement and that is why I am now super happy to be a professional Scrum Master. Scrum, Kanban, Agile Project Management, Coaching, Learning and Self Management are my passions and that is also what my blog is about ...

Leave a Reply