LeanKit als Personal Kanban Tool

Personal Kanban Tool gefunden: LeanKit im Test!

In meinem letzten Beitrag habe ich mir Gedanken zu meinen Anforderungen an ein Tool gemacht. Im Mai wollte ich LeanKit ein Monat lang testen und verwende es seitdem täglich. Hier mein Erfahrungsbericht!

LeanKit LogoLeanKit hatte ich bereits vor 2012 in die engere Auswahl genommen nachdem ich mir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Tools verschafft hatte. Trello hat mir damals auch gut gefallen, aber LeanKit hat mich sofort angesprochen. Ich denke es waren vor allem die Möglichkeit Backlog und Archiv auszublenden und die Gestaltungsmöglichkeiten bei den Lanes, die es mir angetan hatten. Frei nach dem Motto Probieren geht über studieren habe ich also Ende April mein neues LeanKit Board in Betrieb genommen.
Dieser Beitrag ist der zweite in einer Reihe von Beiträgen zum Thema Personal Kanban. 
zum vorigen Beitrag >> Personal Kanban Tool gesucht 
zum nächsten Beitrag >> Personal Kanban mit LeanKit (I): Der Backlog 

Moment, was ist Personal Kanban!?

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Ein paar Eindrücke, damit du dir ein Bild machen kannst wie LeanKit aussieht. Die Screenshots vom Default-Board habe ich auf dem iPad gemacht und sowohl die iOS-App als auch die Webapp eingefangen:

 

Features

Hier jetzt die Infos zu den Features, die ich im letzten Artikel angesprochen habe.
WIP-Limits | +
WIP-Limits können bei LeanKit frei definiert werden, was mir vor allem bei der Planung meines Tages hilft. Es bringt mich dazu spätestens wenn ich eine Karte aus dem Backlog ziehe den Aufwand zu schätzen und unterstützt mich bei einer realistischen Tagesplanung.
Horizontale Lanes | +
LeanKit-MobileApp-iOS7-horizontallanes

LeanKit: horizontale Lands machen auch umfangreiche Boards übersichtlich

Die Möglichkeit Lanes auch horizontal zu unterteilen finde ich sehr hilfreich. Es eröffnet vielfältigste Möglichkeiten bei der Gestaltung des Boards und wirkt sich extrem positiv auf die Übersichtlichkeit aus! Eine Funktion, die ich auf keinen Fall mehr missen möchte!

Beispiel
  • Im Backlog habe ich für jedes meiner privaten Projekte eine oder auch mehrere vertikale Lands. Diese unterteile ich dann horizontal in “Ready“, “Later” und “Maybe”. Somit habe ich die volle Übersicht über alle meine Privaten Projekte und sehe auch sofort was die nächsten Schritte sind, was noch nicht aktuell ist bzw. was erstmal nur eine Idee ist.
Customization | +
Ich habe für mein neues Board das Template “Personal Kanban” als Ausgangsbasis gewählt und es nach und nach angepasst. Inzwischen ist das Board nicht wieder zu erkennen. Ich finde diese Möglichkeit toll. Ich habe verschiedenste Strukturen ausprobiert, vor allem für das aktive Board, aber dazu vielleicht in einem zukünftigen Beitrag mehr.
Fertige Temples für verschiedenste Anwendungszwecke sind auch in der kostenlosen Version verfügbar und können vollständig angepasst und “umgebaut” werden.
Mobiles Arbeiten | +
LeanKit-MobileApp-iOS7

LeanKit iOS7-App: einfaches anlegen neuer Karten mit dem großen “Plus”

Die iOS-App finde ich sehr angenehm zu bedienen. Neue Karten lege ich fast lieber am iPad an, weil ich das große “Plus” sehr gerne verwende.

Wenn es darum geht die Board-Strukur anzupassen, war ich sehr positiv überrascht wie gut das auch am iPad über die Webapp funktioniert. Lediglich die “Card-Styles” lassen sich hier nicht anpassen. Die iOS-App bietete diese Funktionalität ebenfalls nicht, was aber nicht weiter stört, weil man diese Anpassungen nicht ständig vornimmt.
Einziges Manko bei der iOS-App: Die Bearbeitung funktioniert nur mit Internetverbindung, was es teilweise schwierig macht Fahrtzeiten zur Planung zu nutzen! :/
Create via Email |
Leider ist das nur über Zapier möglich was für mich aufgrund der Kosten nicht in Frage kommt.
Offlinemodus |
Wie oben bereits angesprochen: Keine offline Bearbeitung. Schade, aber für nicht trotzdem kein Showstopper.
Unteraufgaben |
Todo-Listen bei den Karten gibt es leider nur in der kostenpflichtigen Version. Für die feinplanung wechsle ich dann je nach Bedarf in Evernote oder Goodnotes.
Preis | +
15,- Euro pro Monat kostet die Premium-Version. Das sind mir für den rein privaten Gebrauch so wie das Tool angelegt ist zu teuer. Ich arbeite mit der kostenlosen Version und bin sehr zufrieden.
Regelmäßige Tasks |
Leider keine automatisch generierten Tasks. Man könnte dies über Zapier verwirklichen was für mich nicht in Frage kommt.
Email-Benachrichtigungen | +
Diese werden unterstützt, aber leider kann man nicht danach differenzieren ob die Karten verschoben oder neu angelegt wurden. Ich habe mir mit einer zweiten Email-Adresse meine “Done”-Lane abboniert, um so eine DoneThis-Liste für jeden Tag über IFTTT in Evernote zu generieren. Hiermit habe ich eine (sehr!) simple Zeiterfassung, die es mir ermöglicht nachzuvollziehen was ich gemacht habe und wie lang ich gebraucht habe.

[note]

Fazit: Nicht perfekt, aber mir gefällt´s!

Positiv | +

  • WIP-Limits, Gestaltungsmöglichkeiten und Benachrichtigungen machen das Tool für mich sehr sympathisch.
  • iOS App und Webapp sind sehr angenehm zu Bedienen.
  • Änderungen können schnell vorgenommen werden und somit geht keine Idee verloren.

Negativ |

  • Ich würde gerne IFTTT verwenden können, da ich die Kosten für Zapier für private Zwecke nicht aufwenden möchte.
  • Regelmäßige Tasks können ebenfalls nicht gerneriert werden.
  • Beides wäre kein Problem, wenn man Karten per Email anlegen lassen könnte. Das ist meiner Meinung nach das größte Manko!

Insgesamt: Ich bleibe bei LeanKit

6+ und 5- wirken zwar recht ausgeglichen, allerdings finden sich die Minus eher bei den Funktionen wieder, die niedrige Priorität haben. Ich bin insgesamt sehr zufrieden und verwende es auf alle Fälle weiter.

[/note]

 

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Ich freue mich auf deine Kommentare und Erfahrungsberichte!

Viel Spaß beim verschieben deiner Karten!
Nathalie Karasek


Mehr zu LeanKit und Personal Kanban gibt es hier:

LeanKit
NK – So viel wie nötig & so wenig wie möglich
ToolBlog
Blog von Sebastian Schneider
Sebastian Schneider hat einige interessante Beiträge veröffentlicht, die zwar eher den Focus auf berufliche Anwendung legen, aber trotzdem auch für Anwender von Personal Kanban durchaus sehr interessant sein können:

This blog is a digital memory for me. I store nuggets of information, ideas and resources on these pages so that I can access and share them easily at any time, from everywhere. I always felt a strong passion for continuous improvement and that is why I am now super happy to be a professional Scrum Master. Scrum, Kanban, Agile Project Management, Coaching, Learning and Self Management are my passions and that is also what my blog is about ...

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