Tool-Tipp: Prüfung bestehen mit Anki!

Der Prüfungstermin steht fest, die Lernstrategie manifestiert sich langsam … was jetzt noch fehlt ist ein Tool, dass den Stoff direkt ins Hirn transferiert: Anki ist mein Tool um Lernziele zu erreichen! Wie das funktioniert erfährt du in diesem Beitrag.

Was ist Anki

Anki ist ein Lernprogramm mit dem du Karteikarten erstellen und lernen kannst. Neben der Webapplikation gibt es auch Versionen für Mac, iOS, Android, Windows, etc.

Lernen mit Anki

Anki gibt es plattformübergreifend für alle Systeme inkl.  Synchronisation

Eigene Decks und Karten können über alle Versionen selbst erstellt werden. Über Ankinet kannst du fertige Decks von anderen Usern downloaden oder eigene Decks hochladen und teilen. Das ist besonders praktisch für Lerngruppen.

Wenn es daran geht dich auf eine Prüfung vorzubereiten kannst du ein Tagespensum festlegen. Hier kannst du einstellen wieviele neue Karten dazukommen und wieviele der bereits gelernten Karten wiederholt werden sollen.

Anki zeigt dir dann zuerst die “erste Seite” deiner Karte und nach einem klick, siehst du dann die Lösung. Jetzt wird unten ein balken mit verschiedenen Buttons eingeblendet wo du der App sagen kann wie leicht oder schwer dir die Antwort gefallen ist. Je nachdem wird dir die Karte dann entweder sehr bald oder erst viel später wieder zur Wiederholung vorgelegt.

Die App bietet eine Vielzahl von Funktionen und  Einstellungsmöglichkeiten auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte. Wenn du Hilfe benötigst dann hinterlass einen Kommentar oder schreib mir!

Wie ich Anki verwende

Je nach Fach und Gegebenheiten habe ich verschiedenste Varianten ausprobiert um meine Inhalte in Anki hinein zu bekommen.

Lernen_(c)NathalieKarasekIch muss sagen ich verwende nur die Basisfunktionen und bin sehr zufrieden. Ich habe testweise den Import über Excel ausprobiert, konnte dieser Variante aber nicht viel abgewinnen. (Für Vokabeln mag es nützlich sein, wenn ich aber mehr Text und Aufzählungen oder Formatierungen verwenden möchte, stoße ich schnell auf zeitfressende Spielereien, die ich mir nicht antun möchte).

In einer Lehrveranstaltung hatten wir tolle Folien von der Professorin, die ich eingescannt hatte. Ich habe sie während des Vortrags direkt in der Vorlesung am iPad mit Hilfe von GoodNotes mit Unterstreichungen, Notizen und Zeichnungen versehen, dann einen Screenshot gemacht und alles sofort in Anki eingefügt. Wenn ich bei der Tür raus bin, hatte ich also alles fertig zum Lernen bereit. Das war toll, aber auch ein Einzelfall.

Normalerweise bedürfen die Unterlagen einer vorherigen Zusammenfassung oder zumindest minimalen Nachbearbeitung. Gut bewährt hat sich für mich: an einem Tag Zusammenfassung schreiben und am nächsten Tag die Inhalte vom Vortag in Anki einfügen (entweder per Copy-Paste oder als Screenshot). Mit diesem Workflow verschwende ich keine Zeit mit dem Einfügen in Anki, Wiederhole gleich den Stoff vom Vortag und bin optimal aufgewärmt zum weitermachen.

Alternativen zu Anki

Flashcards-DeluxeEine sehr beliebte App ist Flashcard Deluxe. Ich habe sie eine zeitlang parallel zu Anki verwendet, aber die unterschiedlichen Modi wann und wie Karten vorgelegt werden, passen irgendwie nicht dazu wie mein Hirn funktioniert. Obwohl die App besser aussieht und die Inhalte besser in die App einzufügen sind, konnte ich mich nicht für die App erwärmen. Das ist wohl Geschmackssache, denn ich kenne durchaus Menschen, die sehr gut mit Flashcard Deluxe lernen können.

Evernote-PeekEine weitere App, die ich ausprobiert habe ist Evernote Peek, aber auch sie hat mich nicht überzeugt. Auch wenn die Idee sehr gut ist. Ganz ehrlich: ich kann mich gar nicht mehr so genau erinnern was die genauen Gründe waren! Ich habe es vor ca. 2 Jahren getestet und bald wieder deinstalliert. Falls du gute Erfahrungen mit der App gemacht hast, dann hinterlass bitte einen Kommentar! Vielleicht probiere ich die App nochmal … grübel das wäre vielleicht keine schlechte Idee 🙂

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Positiv – Was mir bei Anki gefällt

  • Kostenlose Webapplikation und Android-App
  • Guter Algorithmus zur Wiedervorlage
  • Shared Decks
  • Synchronisation (funktioniert seit einiger Zeit problemlos)
  • Schnelles und einfaches Backup aller Decks in einer einzigen Datei (zB vor einem SW-Update)
  • Möglichkeit auch einzelne Decks zwecks Backup zu exportieren (zB zwecks Archivierung)

Negativ – Was mit bei Anki nicht so gut gefällt

  • Die iPad App ist mit ca. 20,- Euro nicht ganz billig! … nachdem ich die App aber fast jeden Tag verwende, macht mir hier der einmalige Anschaffungspreis nichts aus
  • Import via Excel
  • Ich würde mir wünschen, daß man auch aus Textverarbeitung importieren kann (zB Überschriften Seite 1 und folgender Text landet auf Seite 2)
  • Flashcard Deluxe bietet bessere Importmöglichkeiten an

Fazit

Lernen-Mastersystem-40-Rose-(c)NathalieKarasek

“Rose wird 40” – Zahlen lernen und merken mit dem Mastersystem

Anki verwende ich fast täglich und bin sehr zufrieden. In Kombination mit anderen Lerntechniken wie Mastersystem und Loci-Methode ist die App für mich zu einem unverzichtbaren und zentralen Lerntool geworden!

Nicht nur für Sprachen! Schade finde ich, dass Anki vorrangig als Tool zum erlernen neuer Sprachen propagiert wird. Ich habe damit die Theorie zu Marketing, Betriebswirtschaft, Prozessmanagement, Projektmanagement, Rechnungswesen, das Mastersystem  …. und vieles mehr gelernt!

Deine Meinung zu Anki und ähnlichen Apps?

Welches Tool bringt dich beim Lernen so richtig voran?
Hast du eines der Tools bereits ausprobiert?

Hinterlass einen Kommentar oder schreib mir!

Happy learning!

LG,
Nathalie Karasek


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This blog is a digital memory for me. I store nuggets of information, ideas and resources on these pages so that I can access and share them easily at any time, from everywhere. I always felt a strong passion for continuous improvement and that is why I am now super happy to be a professional Scrum Master. Scrum, Kanban, Agile Project Management, Coaching, Learning and Self Management are my passions and that is also what my blog is about ...

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